Mietkautionsbürgschaft: Eine gute Alternative zur Barkaution für Hausverwaltungen und Vermieter?
Als Vermieter oder Hausverwalter ist man ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, um Mietverhältnisse zu optimieren und das eigene Risiko zu minimieren. Neben der klassischen Barkaution gewinnt dabei die Mietkautionsbürgschaft an Bedeutung. In diesem Artikel erklären wir, wie eine Mietkautionsbürgschaft funktioniert, unterscheiden zwischen Mietkautionsversicherung und Bankbürgschaft und zeigen, für welche Situationen sie sich eignet – und wo eine klassische Kautionsverwaltung genauso gut oder besser passt.
Die Mietkautionsbürgschaft – Eine Alternative zur Barkaution
Bei einer Mietkautionsbürgschaft stellt der Mieter kein Geld als Barkaution bereit, sondern eine Mietsicherheit in Form einer Bürgschaftsurkunde. Als Bürgen kommen Banken und Versicherungen in Betracht. Die Bürgschaft garantiert dem Vermieter die Absicherung der Mietkaution bis zu einer bestimmten Höhe – meist der im Mietvertrag festgelegten Kaution –, falls der Mieter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Im Schadensfall kann der Vermieter auf die Bürgschaft zurückgreifen und sich Schäden, Mietausfälle oder offene Nebenkostenabrechnungen erstatten lassen.
Aufwand im Vergleich zur Barkaution
Bei einer klassischen Barkaution muss vor Einzug ein Kautionskonto eröffnet und im Zweifel eine Ratenzahlung überwacht werden – bei einer Bürgschaft entfällt das. Auch das Risiko einer ausbleibenden Ratenzahlung nach Einzug samt möglicher Verjährung entfällt, da die Hausverwaltung über den Bürgen direkt in Höhe der vereinbarten Kaution abgesichert ist. Mit einer digitalen Kautionskonto-Plattform wie Getmomo lässt sich dieser Verwaltungsaufwand allerdings ebenfalls stark reduzieren – Kontoeröffnung und Ratenzahlungs-Tracking laufen dort weitgehend automatisiert. Die Bürgschaft bleibt trotzdem für viele Fälle die unkompliziertere Lösung, insbesondere wenn der Mieter selbst liquide bleiben möchte.
Wichtige Unterscheidung zwischen Mietkautionsversicherung und Bankbürgschaft

Wichtig ist, dass auch bei einer Mietkautionsbürgschaft dieselben gesetzlichen Grenzen gelten – eine Besicherung von mehr als drei Nettokaltmieten ist unzulässig. Bei der Mietkautionsversicherung übernimmt ein Versicherungsunternehmen die Bürgschaft; der Mieter zahlt dafür einen jährlichen Beitrag. Entscheidend ist hier die Prüfung, ob die Bürgschaft „auf erstes Anfordern“ oder „ohne auf erstes Anfordern“ ausgestellt ist – bei Versicherungen kann die Einlösung zwischen 14 Tagen und sechs Wochen dauern, da der Anspruch häufig erst geprüft wird. Bei der Bankbürgschaft hingegen führt die Bank bei einer Bürgschaft auf erstes Anfordern nur eine Formprüfung durch und zahlt in der Regel innerhalb weniger Tage bis maximal 14 Tage aus. Moderne Anbieter wie Getmomo verkürzen diesen Prozess weiter: Die Einladung eines neuen Mieters dauert nur wenige Sekunden, und im Anspruchsfall wird die Forderung rein digital innerhalb von zwei Bankarbeitstagen bearbeitet und ausgezahlt.
Vor- und Nachteile der Mietkautionsbürgschaft aus Vermietersicht

Für Hausverwaltungen und Vermieter bringt die Mietkautionsbürgschaft eine Reihe handfester Vorteile mit sich:
Vorteile aus Vermietersicht:
- Einsparung direkter und indirekter Kosten: Keine separate Verwaltung des Geldes, keine Zinsberechnung und keine jährliche Versendung von Zinsbescheiden
- Reduzierung des Risikos vor Einzug: Kein Risiko ausbleibender Ratenzahlungen oder Verjährung, da über den Bürgen die volle Kautionshöhe abgesichert ist
- Papierloser Prozess: Von der Einladung des Mieters bis zur Freigabe der Bürgschaft läuft der gesamte Vorgang bei modernen Anbietern komplett digital
Mögliche Nachteile:
- Laufende Kosten: Der Mieter zahlt eine wiederkehrende Avalprovision bzw. Prämie, die – anders als eine Barkaution – am Ende nicht zurückerstattet wird
- Bonitätsprüfung: Nicht jeder Mieter erhält von Bank oder Versicherung eine Bürgschaft bewilligt, insbesondere bei geringerer Kreditwürdigkeit
- Abhängigkeit vom Bürgen: Im Schadensfall ist der Vermieter auf die Zahlungsfähigkeit von Bank oder Versicherung angewiesen statt auf direkt verfügbares Kautionsguthaben
Fazit für Hausverwaltungen und Vermieter
Die Mietkautionsbürgschaft eignet sich vor allem dann, wenn Mieter liquide bleiben möchten und Vermieter Wert auf eine schnelle, unkomplizierte Absicherung ab Einzug legen. Entscheiden Sie sich bei Bürgschaften von Privatpersonen möglichst für ein Produkt mit Zahlung „auf erstes Anfordern“, damit im Schadensfall keine langwierige Vorabprüfung nötig ist. Ob Bürgschaft oder klassisches Kautionskonto am Ende die passendere Lösung ist, hängt von den Prioritäten der Beteiligten ab – beide lassen sich über Getmomo zentral und transparent verwalten. Einen Überblick über alle Optionen der Mietsicherheit finden Sie im Artikel Die Mietkaution und ihre Alternative.
Über den Autor
Als Head of Revenue Operations bei Getmomo, der Banking-Plattform für Immobilienverwaltungen, verantwortet Jannik alles, was Umsatz skalierbar macht: Strategie, Prozesse, Systeme und die Menschen, die damit arbeiten. Er prüft unsere Artikel auf technische Aspekte, berichtet über Automation und ist der technische Ansprechpartner & Betreuer von unserem Webauftritt.
Fachlich geprüft von Marcel Meitza, Gründer & Geschäftsführer
Kautionsversicherung vs. Kautionsbürgschaft
Rechtsgrundlagen Mietkaution
Die Mietkaution und ihre Alternative
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