Wird die Raumtemperatur bald vom Staat kontrolliert?
Ein neues Heizmodell könnte in Deutschland schon bald umgesetzt werden. Es geht um eine Heizstrategie, bei der der Staat die Raumtemperatur in der Wohnung gesetzlich vorschreibt. Was das sogenannte Warmmieten-Modell für Mieter, Vermieter und den Energieverbrauch bedeutet, erklären wir Ihnen hier.
Wie funktioniert heizen unter staatlicher Kontrolle?
Grundlegend funktioniert ein solches Heizmodell so, dass die Heizkosten bereits im Mietvertrag berechnet werden und man sich somit auf eine Raumtemperatur einigt, zum Beispiel 20 Grad. Der Heizkostenpreis hängt dann von festgelegten Normen ab und berechnet sich anhand von Temperatur und Größe der Wohnung. Durch das kalibrierte Messen der Raumtemperatur, dem sogenannten Temperaturfeedback, wird ein Referenzverbrauch ermittelt – technisch erfolgt dies durch Temperatursensoren. Für Mieter und Vermieter bedeutet das: Der Energieverbrauch wird gesenkt. Wer es gerne wärmer hat, muss dazu zahlen; verbraucht der Mieter bei gleichbleibender Temperatur weniger Energie, erhält er die Differenz zurück. Für Vermieter wiederum werden eine neue Heizungsanlage oder Dämmung interessant, da auch sie von der monatlichen Kosteneinsparung profitieren und vor verschwenderischem Heizen geschützt sind.
Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit
Eine solche Heizstrategie ist in Schweden bereits seit 2000 die Norm, und Experten berichten, die Emissionen der dortigen Haushalte seien seither um 95 Prozent gesunken (Agora Energiewende). Mit der Verabschiedung der Novelle des Energiesicherungsgesetzes, die im Juni 2022 in Kraft trat, setzte Deutschland Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung durch. Staatssekretär Patrick Reichen sagte damals, bei Engpässen von Energie liege die Priorität bei Privathaushalten, einen Anspruch auf eine „Raumtemperatur von 25 Grad“ habe man aber nicht.
Leaders for Climate Action
So oder so gilt: Energie sparen. Als Teil der „Leaders for Climate Action“ engagiert sich Getmomo für einen nachhaltigen CO₂-Verbrauch. Nachhaltigkeit ist uns besonders wichtig – deshalb verringern wir kontinuierlich unseren CO₂-Fußabdruck und kompensieren alle Emissionen.
Über den Autor
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